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[Vorbereitungsnotizen
für eine geplante Dissertation: "Die Teleologie
seit Kant."] 1
[April 1868.]
Zur Teleologie.
Trendelenburg log. Untersuch.
2 Aufl. Leipzig. 1862. II. S. 65f.
Gustav Schneider de causa finali Aristotolea. Berol.
1865.
Hume Dialogues concerning natural religion deutsch von
Schreiter Leipz. 1781.
Kant—Krit. d. r. V.
—Krit. d.
Urtheilskr
Rosenkranz Gesch. der Kant. Philos.
Kuno Fischer Kant etc2
Z[ur] T[eleologie]
Kant sucht zu erweisen, "daß eine Nöthigung
existiere, uns die Naturkörper als prämeditirt dh. nach
Zweckbegriffen zu denken."3 Ich kann
nur zugeben, daß dies eine Art ist, sich die Teleologie
zu erklären.
Die Analogie der menschlichen Erfahrung stellt daneben
noch die zufällige dh. die nicht meditirte Entstehung
des Zweckmäßigen z.B. in dem glücklichen
Zusammentreffen von Talent und Schicksal, Lotterienlosen,
[+++]
Also: in der unendlichen Fülle von wirklichen Fällen
müssen auch die günstigen oder zweckmäßigen sein.
Die Nöthigung, von der Kant spricht, existiert
für unsre Zeit kaum mehr: man denke aber daran,
"daß selbst Voltäre den teleolog. Beweis für
unbezwinglich hielt."4
Optimismus und Teleologie gehn Hand in Hand5: beiden
liegt daran das Unzweckmäßige zu bestreiten als etwas
wirklich Unzweckmäßiges.
Gegen Teleologie im Allgemeinen ist die Waffe: Nachweis
des Unzweckmäßigen.
Dadurch wird nur erwiesen, daß die höchste Vernunft nur
sporadisch gewirkt hat, daß es auch ein Terrain für
geringere Vernünfte giebt. Es giebt also keine
einheitliche teleolog. Welt: doch eine schaffende
Intellegenz.
Die Ahnahme einer solchen wird nach menschlicher Analogie
gemacht: warum kann es nicht eine unbewußt das
Zweckmäß. schaffende Macht6 dh. Natur
geben: Man denke an den Instinkt der Thiere.7 Dies de
standpunkt der Naturphilosophie.
Man legt also das Erkennende nicht mehr [nicht mehr]
außerh. der Welt.
Aber wir bleiben in der Metaphysik stecken und müssen
ein Ding an sich heranziehn.
Schließlich kann auf streng menschlichem Standpunkte
eine Lösung möglich sein: die empedokleische, wo das
Zweckmäßige nur als ein Fall unter vielem
Unzweckmäßigen erscheint.8
| Zwei metaphysische Lösungen sind versucht |
| die eine, grob
anthropologisch stellt einen idealen
Menschen außerhalb der Welt |
| die andre, metaphysi[s]che
ebenfalls, flüchtet in eine intellegible
Welt, in der der Zweck den Dingen
immanent ist. |
|
Das Zweckmäßige ist der Ausnahmefall
Das Zweckmäßige ist zufällig
Es offenbart sich darin völlige Unvernunft.
Man muß jedes theologische Interesse aus der Frage
sondern.
Die Teleologie seit
Kant.
Naturphilosophisch.
Die einfache Idee tritt in Vielheit der Theile und
Zustände des Organismus auseinander, aber sie bleibt als
Einheit in der nothwendigen Verknüpfung der Theile und
Funktionen. Dies macht der Intellekt.9
"Die Zweckmäßigkeit des Organischen, die
Gesetzmäßigkeit des Unorganischen ist von unserm
Verstande in die Natur hineingebracht."10
Dieselbe Idee, erweitert, giebt die Erklärung der
äußern Zweckmäßigkeit. Das Ding an sich muß seine
"Einheit zeigen in der Übereinstimmung aller
Erscheinungen."11
"Alle Theile der Natur komm[en] einander entgegen, weil ein Wille es
ist."12
Aber den Gegensatz zur ganzen Theorie bildet jener
schreckliche Kampf der Individuen (die doch auch eine
Idee manifestieren) und da Gattungen.13 Die
Erklärung setzt also eine durchgehende Teleologie
voraus: die nicht existiert.
Das Schwierige ist eben die Vereinigung der Teleolog. und
der unteleolog. Welt.
| Die Stellung des Problems. |
| Kants Zurückweisung von Lösungsversuchen. |
| Lösungen der Naturphilosophen. |
| Kritik von Kants Ansicht. |
Die Frage hat darin Ähnlichkeit mit der nach der
Freiheit d. M[enschlichen]
W[illens], daß man
ihre Lösungen im Gebiete einer intellegibeln suchte,14
weil man eine coordinirte Möglichkeit übersah.
Es giebt keine Frage, die nothwendig nur durch die
Annahme einer intelleg[iblen]
Welt gelöst wird.
innre Zweckmäßigkeit. Wir
sehen eine complicirte Maschine, die sich erhält
und können nicht einen andern Bau aussinnen wie
sie einfacher zu construiren sei. dh. aber nur:
die Maschine erhält sich, also ist sie
zweckmäßig. Ein Urtheil über "höchste
Zweckmäßigkeit" steht uns nicht zu. Wir
können also höchstens auf eine Vernunft
schließen, haben aber kein Recht sie als ein[e] höhere oder
niedre zu bezeichnen. |
eine äußere Zweckmäßigkeit ist eine Täuschung.
Dagegen ist uns die Methode der Natur bekannt, wie ein
solch "zweckmäß." Körper entsteht, eine
sinnlose Methode. Demnach erweist sich die
Zweckmäßigkeit nur als Lebensfähigkeit dh. als cond.
sine qua non. Dr Zufall kann die schönste Melodie
finden.
Zweitens kennen wir die Methode der Natur, wie solch ein
zweckmäß. K[örper]
erhalten wird. Mit sinnlosem Leich[t]sinn.
Die Teleologie wirft aber eine Menge Fragen auf die
unlösbar sind. oder bis jetzt nicht gelöst sind.
Die Weltorganismus, Ursprung des Bösen, gehört nicht
hierher.
Aber zB. die Entstehung des Intellektes.
Ist es nöthig der Teleologie eine erklärte Welt
entgegenzustellen?
Es ist nur eine andre Wirklichkeit auf einem abgegrenzten
Gebiete nachzuweisen.
Gegenannahme: die sich offenbarenden logischen Gesetze
könn[en] auf
höheren Stufen höhere sein. Aber wir dürfen gar nicht
von log. Ges. reden.
Zweckmäßig.
Wir sehen eine Methode zur Erreichung des Zweckes oder
richtiger: wir sehen die Existenz und ihre Mittel
und schließen, daß diese Mittel zweckmäßig sind.
Darin liegt noch nicht die Anerkennung eines hohen, gar
eines höchsten Vernunftgrades.15
Wir staunen sodann das Complicirte an und
muthmaßen (nach menschlicher Analogie) darin eine
besondre Weisheit.
Das Wunderbare ist uns eigentlich das organische Leben:
und alle Mittel dies zu erhalten nen[n]en wir zweckmäßig. Weshalb hört in
der Unorgan. Welt der Begriff des Zweckmäßigen auf?
Weil wir hier lauter Einheiten haben, nicht aber
zusammengehörige ineinanderarbeitende Theile.16
Die Beseitigung der Teleologie hat einen praktischen
Werth. Es kommt nur darauf an den Begriff einer höheren
Vernunft abzulehnen: so sind wir schon zufrieden.
Schätzung der Teleologie in ihrer Würdigung für die
menschliche Ideenwelt.
Die Teleologie ist wie der Optimismus ein aesthetisches
Produkt.17
Die strenge Nothwendigkeit von Ursache und Folge
schließt die Zwecke in der unbewußten Natur aus. Denn
da die Zweckvorstellungen nicht in der Natur erzeugt
sind, müssen sie als außerhalb der Causalität liegende
hier und da eingeschobn[e]
Motiv betrachtet werden; wodurch eben die strenge
Nothwendigkeit fortwährend unterbrochen wird. Das Dasein
ist mit Wundern durchlöchert.
Die Teleologie als Zweckmäßigkeit und Folge bewußter
Intellegenz treibt immer weiter Man fragt nach dem Zwecke
dieses vereinzelten Eingreifens und steht hier vor der
reinen Willkür.
"Ordnung und Unordnung giebt es nicht in der
Natur."18
"Wir schreiben dem Zufall die Wirkungen zu, deren
Verknüpfung mit den Ursachen wir nicht sehen."19
| Viel |
|
Komisches bei Brockes |
| |
|
s. Strauß Kl[eine]
Schr[iften]20 |
| |
|
bei den Stoikern. v. Zeller B. 4.21 |
Die Dinge existieren, also müssen sie existieren können
dh. sie müssen die Bedingungen zur Existenz haben.
Wenn der Mensch etwas verfertigt d. h. existenzfähig
machen will, so überlegt er, unter welchen Bedingungen
dies geschehn könne. Er nennt die Bedingungen zur
Existenz am verfertigten Werk nachher zweckmäßig.
Deshalb nennt er auch die Existenzbedingungen der Dinge zweckmäßig:
dh. nur unter dre Annahme, sie seien wie menschliche
Werke entstanden.
Wenn ein Mensch aus einer Urne ein Loos zieht und dies
nicht das Todesloos ist: so ist dies weder unzweckmäßig
noch zweckmäßig, sondern, wie der Mensch sagt, zufällig
dh. ohne vorhergegangne Überlegung. Aber es giebt die
Bedingung sein[er]
Fortexistenz an
Ist es wahr, daß Demokrit die Entstehung
der Sprache aus Convenienz behauptet habe?
"Die Organisation der Natur hat nichts Analogisches
mit irgendeiner Causalität, die wir kennen." (d.h.
der Organismus) sagt Kant Kr[itik] der tel[eleologischen] Urth[eilskraft] p. 258.22
"Ein Organismus ist das, in welchem alles Zweck und
wechselseitig auch Mittel ist." p. 260.23
"Jedes Lebendige," sagt Goethe, "ist kein
Einzelnes, sondern ein[e]
Mehrheit: selbst insofern es uns als Individuum
erscheint, bleibt es doch eine Versammlung von lebendig.
selbständigen Wesen." Goethe. B. 36 p. 7. etc.24
Sehr wichtig Goethe B. 40 p. 425 zum Ursprung seiner
Naturphilos. aus einem kantischen Satze.25
"Was der Verstand durch seine Begriffe von der Natur
erkennt, ist nichts [anderes]
als Wirkung bewegender Kraft dh. Mechanismus."26
"Was nicht bloß mechanisch erkannt wird, das ist
keine exakte Naturwissenschaftl. Einsicht."27
"Mechanisch erklären heißt aus äußeren Ursachen
erklären."
"Die Spezifikation [der
Natur] ist aus äußeren Ursachen nicht zu
erklären."28
"Nichts aber ohne Ursache."29 Also
innere Ursachen dh. Zwecke. dh. Vorstellungen.
"Eine Betrachtungsweise ist noch keine
Erkenntniß."
"Das Princip einer solchen nothwendigen
Betrachtungsweise muß ein Vernunftbegriff sein."
"Das einzige Princip dieser Art ist die natürliche
Zweckmäßigkeit."30
"Durch die Begriffe der mechanischen
Gesetzmäßigkeit kann der Weltbau, aber kein
Organismus erklärt werden."31
"Es is unmöglich, die natürliche Zweckmäßigkeit
vorzustellen als der Materie inwohnend."
"Materie ist nur äußere Erscheinung!"
——————
"Die Zweckmäßigkeit des Dinges kann immer nur in
Rücksicht auf eine Intellegenz gelten, mit deren Absicht
das Ding übereinstimmt."32 Und zwar
"entweder unsre eigne oder eine fremde,
die dem Dinge selbst zu Grunde liegt. Im letzten Falle [ist] die Absicht, die
sich in der Erscheinung offenbart, das Dasein des
Dings"33
Im andern Falle wird nur unsre Vorstellung von dem Dinge
rein als zweckmäßig beurtheilt. Diese letztere Art von
Zweckmäßigkeit bezieht sich nur auf die Form.34
("in der bloßen Betrachtung des Objekts harmonieren
Einbildungskraft und Intellegenz"35)
"nur die mechanische Entstehungsart der Dinge [ist] erkennbar"36
eine Klasse von Dingen ist nicht erkennbar
Wir verstehen nur einen Mechanismus.
Die mechanische Enstehung de Dinge ist erkennbar aber wir
können nicht wissen, ob es nicht eine total verschiedne
giebt.
Es ist in unsrer Organis[ation]
bedingt nur eine mechanische Entstehung der Dinge zu
verstehen.
Nun giebt es auch (s. Kant) in Organis. einen Zwang, der
uns an Organismen glauben macht.37
| Vom Standp. der menschl. Nat.: |
| wir erkennen nur den Mechanismus38 |
| wir erkenn[en] nicht den Organismus. |
Nun aber ist Mechanismus wie Organismus
nichts dem Ding an sich zukommendes.
Der Organismus ist eine Form. Sehen wir von der Form ab,
ist es eine Vielheit.
I. Organismus als Produkt unsrer Organisation.
II. Das Mathemat. allein erkennbar.
III.
Der organische Körper ist eine Materie, deren Theile mit
einander zweckmäßig verknüpft sind.
| Darum verlangen wir Ursachen die im Stande
sind die Theile einer Materie zweckmäßig zu
verknüpfen |
organisirende Ursachen, die gedacht werden müssen als
wirksam nach Zwecken — 39
Darin liegt aber ein Sprung. Es ist nur nöthig eine
coordinirte Möglichkeit aufzuweisen, um das Zwingende
der Vorstellung Kants zu beseitigen.
Der Mechanismus verbunden mit dem Casualismus40
giebt diese Möglichkeit.
Das was Kant fordert, fordert er nach einer schlechten
Analogie: da es nämlich nach seinem Bekenntniß nichts
dem Zweckmäßigkeitsverhältniß der Organism |
Ähnliches giebt.41
Das Zweckmäßige entstanden als ein Spezialfall des
Möglichen:42
eine Unzahl Formen entstehn dh. mechanische Zusamm[en]setzungen: unter
diesen zahllosen können auch lebensfähige sein.
Die Voraussetzung ist, daß das Lebendige aus Mechanism
entstehn könne. Das Leugnet Kant.
In Wahrheit steht eins fest, daß wir nur das Mechanische
erkennen. Was jenseits unsrer Begriffe ist, ist völlig
unerkennbar. Die Enstehung des Organischen ist insofern
eine Hypothetische: als wir uns vorstellen es sei ein
Menschl. Verstand zugegen gewesen. Nun ist aber auch der
Begriff des Organischen nur menschlich.: hinzuweisen ist
auf das Analoge: das Lebensfähige entsteht unter einer
Unmenge von Lebensfähigigem. Damit nähern wir uns der
Lösung des Organism.
wir sehen, daß vieles Leben[s]fähige entsteht und erhalten wird und
sehen die Methode.
Gesetzt die Kraft, die im Lebensfähigen und in dem
Hervorbringenden und Erhaltenden wirkt sei dieselbe: so
ist diese sehr unvernünftig.
Dies ist aber die Annahm[e]
der Teleologie.
"Die Idee der Wirkung ist [...] der Begriff des Ganzen"
Im Organism "ist das wirkende Princip die [...] Idee der zu erzeugenden
Wirkung."43
——————
[Unleserliches Zeichen.]
Der Begriff des Ganzen ist aber unser Werk. Hier liegt
die Quelle der Vorstellung des Zwecks. Der Begriff des
Ganzen liegt nicht in den Dinge[n], sondern in uns.
Diese Einheiten, die wir Organismen nennen, sind aber
wieder Vielheiten.
Es giebt in Wirklichkeit kein[e] Individuen, vielmehr sind Individuen
und Organism nichts als Abstraktionen.
In die von uns gemachten Einheiten tragen wir nachher die
Zweckidee.
Wir nehmen an, daß die Kraft die Organism einer Art
hervorbringt, eine einheitliche sei.
Dann ist die Methode dieser Kraft wie sie die Organismen
schafft, erhält, zu beachten.
Hier erweist sich, daß wir zweckmäßig nur nennen, was
sich lebensfähig erweist.
Das Geheimniß ist nur "das Leben"
ob auch dies nur eine in der Organisation bedingte Idee
ist?
——————
"die rasende Verschwendung seetzt uns in
Erstaunen."44
Schopenh. II p. 375 W a W [und
Vorstellung] sagt: "der Natur kosten die
Werke keine Mühe;"45 darum ist
die Zerstörung gleichgültig [+++].
Schopenh. meint daß er eine Analogie zu dem Organ gebe
II W als [Wille und
Vorstellung] p. 378. "Der Wille das
Bewegende, was ihn bewegt das Motiv (causa
finalis.)"46
Goethes Versuche:47
die Metamorphose gehört zu den Erklärungen des
Organischen aus der wirkenden Ursache.
Jede wirkende Ursache beruht schließl. auf einem
Unerforschlichen
(das eben beweist, daß dies der richtige menschl. Weg
ist)
Deshalb verlangt man nicht bei der unorganischen Natur
nach den Endursachen, weil hier nicht Individuen, sondern
Kräfte zu bemerken sind.
dh. weil wir alles mechanisch auflösen können und in
Folge davon nicht mehr an Zwecke glauben.
"Nur so viel sieht man vollständig ein, als man
nach Begriffen selbst machen und zu Stande bringen
kann."48
Ein falscher Gegensatz
Wenn in der Natur nur mechanische Kräfte walten, so
sind auch die zweckmäßigen Erschein[ungen] nur scheinbare,
ihre Zweckmäßigkeit ist unsre Idee.
Die blinden Kräfte handeln absichtslos, also können sie
nichts Zweckmäßiges bewirken.
Das Lebensfähige ist nach einer unendlichen Kette
mißlungen[er] und
halbgelungene[r]
Versuche gebildet.
Das Leben, der Organism beweist keine höhere
Intellegenz: überhaupt keinen du[r]chgehenden Grad von Intellegenz.
Das Dasein der Organism zeigt nur blindwirkende Kräfte.
1. Beseitigung der erweiterten Vorstell. von Teleologie.
2. Grenzen des Begriffs. Das Zweckmäßige in der Natur.
3. Zweckmäßig gleich existenzfähig.
4. Organismen als Vielheiten und Einheiten.
"die Vorstellung des Ganzen als Ursache
gedacht ist der Zweck."49
NB Das "Ganze" ist aber selbst nur eine
Vorstellung.
Kant:
"Möglich, daß Organism rein mechanisch entstanden
sind Unmöglich, daß wir sie mechanisch ableiten
können"50
Weshalb?
Der Verstand ist diskursiv, nicht intuitiv.51
"er kann das Ganze nur aus
den Theilen begreifen und zusammensetzen"
Im Organism aber sind "die Theile durch das
Ganze bedingt."52
"Nun sucht der Verstand vom Ganzen
auszugehen, das ihm nicht in der Anschauung
sonder[n]
nur in der Vorstellung gegeben ist. Die
Vorstellung des Ganzen soll also die Theile
bedingen: 'die Vorstellung des Ganzen als
Ursache' dh. Zweck"53 |
"Soll der Verstand das Ganze aus
den Theilen begreifen, so verfährt er mechanisch, soll
er die gegeben[en]
Theile aus dem Ganzen begreifen, so kann er sie nur aus
dem Begriffe des Ganzen ableiten."54
Kurz, es fehlt an Intuition.55
——————
Naturgemäße Polemik.
Es wird zuerst geleugnet, daß das Ganze im
Organism ein wirkliches ist dh. der Begriff der Einheit
wird geprüft und auf die menschl. Organis.
zurückgeschoben.
Davon dürfen wir also nicht ausgehen.
Im Organismus sind nicht nur die Theile durch das Ganze
bedingt, sondern das Ganze auch durch die Theile.56
Also, wenn anders die Organis. mechan. enstanden sind, so
müssen sie auch ableitbar sein.
Zugegeben, daß wir bloß eine Seite im Auge behalten.
Nun werden die Theile zunächst betrachtet und in ihre
Theile zerlegt: so kommt [+++]
zB zur Zelle.
Unter der Voraussetzung, daß die Organism mechanisch
entstanden sind. Wenn aber auch ein Zweckbegriff mit
thätig war, so geschah trotzdem die Schöpfung durch
Mechanismus. (wie Kant zugiebt)
Es muß sich also ein Mechanismus nachweisen lassen.
——————
Die generat[io]
aequivoca unerwiesen.57
Zweckursachen ebenso wie Mechanismus sind
menschl. Anschauungsweise[n].
Rein erkannt wird nur das Mathematische.
Das Gesetz (in der unorganisch[en] Natur) ist als Gesetz etwas den
Zweckursachen Analoges.
"Was in der Natur nicht blos mechanisch verfaßt ist
[...], das ist kein
Verstandesobjekt."58
Es läßt sich nur das streng Mathemat. in der Natur
erklären.
"Mechanisch erklären heißt aus äußeren Ursachen
erklären"59
/ diese Definition wird eingeführt, um nachher die
inneren entgegenzustellen.
Mechanisch erklären heißt viel mehr
——————
"Nur soviel sieht man vollständig ein als man nach
Begriffen selbst machen und zu Stande bringen kann."60
Also kann man nur das Mathematische vollständig
einsehen. (also formale Einsicht) Im Übrigen steht man
vor dem Unbekannten. Dies zu bewältigen erfindet der
Mensch Begriffe, die aber nur eine Summe erscheinender
Eigenschaften zusamm[en]fassen,
dem Ding aber nicht auf den Leib rücken.
Dahin gehören Kraft Stoff Individuum Gesetz Organismus
Atom. Zweckursache.
Dies sind keine constituten sondern nur reflektirende
Urtheile.
Unter Mechanismus versteht Kant die Welt ohne
Zweckursachen: die Welt der Causalität.
Die Krystallisation können wir auch nicht ohne die Idee
der Wirkung uns vorstellen.
——————
Die Enstehung und Erhaltung organischer
Wesen—inwiefern gehört sie zu den Zweckursachen?
Zwecke der Natur: in Zeugung, Erhaltung des Individ. und
der art. damit vgl. [Kant,
Kritik d. Urtheilskr., hrsg. v. K. Rosenkranz, Lpz. 1838]
§.62.
Dann schiebt Kant den Begriff eines Dings unter [Kant, Kritik d. Urtheilskr.,
hrsg. v. K. Rosenkranz, Lpz. 1838] §.63. und
verliert die allgemeinen Formen der Zweckmäßigkeit aus
dem Auge.
Die Zufälligkeit seiner Form in Beziehung auf die
Vernunft (diese findet sich auch bei dem Krystall)
"Ein Ding existirt als Naturzweck, wenn es von sich
selbst [...] Ursache und
Wirkung ist."61
Dieser Satz ist nicht abgeleitet. Ein einzelner Fall ist
genommen
Die Ableitung, daß Organism die einzigen
Naturzwecke sind ist nicht gelungen.
——————
In der Natur würde doch auch schon eine Naschine auf
Zweckursachen führen.
Begriff der Zweckmäßigkeit: nur der Existenzfähigkeit,
Nichts ist damit ausgesagt über den Grad der darin
offenbarten Vernunft.
"Es ist etwas verschiednes," sagt Kant,
"ein Ding seiner innern Form nach als zweckmäßig
zu erachten und die Existenz dieses Dinges für Zweck der
Natur halten"62
— Deshalb streitet die unzweckmäßige Methode der
Erhaltung und Fortpfl. eines Organism durchaus nicht mit
der Zweckmäßigkeit seiner selbst.
Dagegen ist es dasselbe zu sagen dieser Organismus ist
zweckmäßig und dieser Org. ist lebensfähig. Also
nicht: die Existenz diese[s]
Dings ist Zweck der Natur: sondern: was wir zweckmäßig
nennen ist nichts andres als daß wir ein Ding
lebensfähig finden und in Folge davon die Bedingungen
als zweckmäßig.
Wer die Methode der Natur zur Erhaltung als
unzweckmäßig schilt, der betrachtet eben die Existenz
eines Dings als Zweck der Natur.
Der Begriff eines Naturzwecks haftet nur am Organismus
"Aber," sagt Kant, "dieser Begriff führt
nun nothwendig auf die Idee der gesammten Natur als eines
Systems nach der Regel der Zwecke."63
"durch das Beispiel, das die Natur in ihren
organischen Produkten giebt, ist man berechtigt, [...] von ihr und ihren Gesetzen
nichts, als was im Ganzen zweckmäßig ist, zu
erwarten."64
diese Reflexion kommt nur zustande, indem man
1) das Subjektive des Zweckbegriffs außer Acht läßt
2) die Natur als eine Einheit faßt
3) ihr[e] auch eine
Einheit der Mittel zutraut
[Kant, Kritik d.
Urtheilskr., hrsg. v. K. Rosenkranz, Lpz. 1838] p.
267
"Wenn man also für die Naturwissenschaft und in
ihren Context den Begriff von Gott hereinbringt, um sich
die Zweckmäßigkeit in der Natur erklärlich zu machen,
und hernach diese Zweckmäßigkeit wiederum braucht um zu
beweisen, daß ein Gott sei: so ist in keiner von beiden
Wissenschaften innerer Bestand, und eine täuschende
Diallele bringt jede in Unsicherheit, dadurch daß sie
ihre Grenzen ineinander laufen lassen."
Aus der Methode der Natur bei Erhaltung etc. der
Organism auf die Entstehung der Organism überhaupt zu
schließen: ist die empedokleische Ansicht nicht. Aber
wohl die Epikurische. Sie setzt aber voraus, daß der
Zufall organische Wesen zusammenwürfeln könne: während
hier gerade der streitige Punkt liegt. Aus Buchstaben
kann sich eine Tragödie zusammenwürfeln (gegen Cicero65),
aus Meteorstücken eine Erde: aber es fragt sich eben,
was das "Leben" ist, ob es eben ein bloßes
Ordnungs- und Formprincip (wie bei der Tragödie) ist
oder etwas ganz diverses: Dagegen ist zuzugeben daß
innerhalb der organischen Natur im Verhalten der Organism
zu einander kein andres Princip existirt als in der
unorganischen Natur. Die Methode der Natur in der
Behandlung der Dinge ist gleich, sie ist eine
unparteische Mutter, gegen unorgan. und organ. Kinder
gleichmäßig hart.
Er herrscht unbedingt der Zufall dh. der Gegensatz der
Zweckmäßigkeit in der Natur. Der Sturm der die Dinge
heru[m]treibt ist
der Zufall. Das ist erkennbar.
Hier kommt die Frage, ob die Kraft, die die Dinge macht
dieselbe ist die sie erhält? etc.
Im organischen Wesen sind die Theile zweckmäßig zu
seiner Existenz dh. es würde nicht leben, wenn die
Theile unzweckmäßig wären. Damit ist aber für den
einzeln[en] Theil
noch nichts ausgemacht. Er ist eine Form der
Zweckmäßigkeit: aber es ist nicht auszumachen, daß er
die einzig mögliche Form ist. Das Ganze bedingt mithin
die Theile nicht nothwendig, während die Theile
nothwendig das Ganze bedingen. Wer das erste auch
behauptet, behauptet die höchste Zweckmäßigkeit dh.
die unter den verschiedn[en]
möglichen Formen der Zweckmäßigkeit der Theile
ausgesuchte höchste Zweckmäßigkeit: wobei er annimmt,
daß es eine Stufenfolge der Zweckmäßigkeit giebt.
Welches ist nun die Idee der Wirkung? Das Leben unter den
dazu nöthigen Bedungungen? Das ist eine allen Organismen
gemeinsame Idee der Wirkung?
Das Leben in einer Form unter den dazu nöthigen
Bedungungen? Aber die Form und die Bedungungen fallen
hier zusammen. dh. wenn eine Form als Ursache gesetzt
wird, so wird auch der Grad der Zweckmäßigkeit gleich
mit in die Ursache hineingedacht. Denn Leben in einer
Form ist eben Organismus. Was ist Organismus anders als
Form, geformtes Leben?
Wenn wir aber von den Theilen des Organism sagen, sie
wären nicht nothwendig, so sagen wir, die Form des
Organism ist nicht nothwendig: wir setzen mir andern
Worten das Organische wo anders hin als in die Form. Aber
außerdem ist es bloß noch Leben. Also unter Satz
heißt: zum Leben giebt es verschiedne Formen dh.
Zweckmäßigkeiten.
Das Leben ist unter einer erstaunlichen Masse von
Formen möglich.
Jede dieser Formen ist zweckmäßig: weil aber eine
Unzahl von Formen existirt, so giebt es auch eine Unzahl
zweckmäßiger Formen.
Im menschl. Leben machen wir Stufenfolgen im
Zweckmäßigen: wir setzen es gleich
"vernünftig" erst dann, wenn eine ganz enge
Wahl stattfindet. Wenn in einer complicirten Lage der
Mensch den einzigen zweckmäßigen Weg findet so sagen
wir er handelt vernünftig. Wenn einer aber in die Welt
reisen will und einen beliebigen Weg einschlägt, so
handelt er zweckmäßig aber noch nicht vernünftig.
Eine Vernunft offenbart sich also in den
"zweckmäßigen" Organismen nicht.
Dasjenige "was also als Idee der Wirkung Ursache
ist,"66
ist nur die Form des Lebens. Das Leben selbst kann nicht
als Zweck gedacht sein weil es vorausgesetzt wird, um
nach Zwecken zu handeln.
Wenn wir also von Zweckbegriffen und -ursachen reden: so
meinen wir: von einem lebenden und denkenden Wesen wird
eine Form intentionirt, in der es erscheinen will.
Wir rücken mit andern Worten durch die Endursache gar
nicht heran an die Erklärung des Lebens, sondern
nur der Form.
Nun erfassen wir an einem Lebenden überhaupt nichts als Formen.
Das ewig Werdende ist das Leben; durch die Natur unsres
Intellekts erfassen wir Formen: unser Int[ellekt] ist zu stumpf,
um die fortwährende Verwandlung wahrzunehmen: das ihm
Erkennbare nennt er Form. In Wahrheit kann es keine Form
geben, weil in jedem Punkte eine Unendlichkeit sitzt.
Jede gedachte Einheit (Punkt) beschreibt eine Linie
Ein ähnlicher Begriff wie die Form ist der Begriff
Individuum. Man nennt Organismen so als Einheiten, als
Zweckcentren. Aber es giebt nur Einheiten für unsern
Intellekt. Jedes Individuum hat eine Unendlichkeit
lebendiger Individ. in sich. Es ist nur eine grobe
Anschauung, viell[eicht]
von dem Körper des Menschen zuerst entnommen.
Alle "Formen" können ausgewürfelt werden,
aber das Leben!
"Die Idee des Ganzen als Ursache"67: dadurch
ist gesagt, daß das Ganze die Theile bedinge: nichts
weiter: denn daß die Theile das Ganze machen versteht
sich von selbst.
Wenn man von Zweckursachen redet, meint man nur, daß die
Form des Ganzen beim Bilden der Theile vorschwebte, daß
eine Form nicht mechanisch entstanden sein konnte.
——————
Das Leben sammt Zeugung ist das nicht unter die
Zweckursachen Eingeschlossne. Das "sich selbst
Organisiren" ist bei Kant willkürlich abgeleitet.
——————
Braucht man die Zweckursachen um zu erklären, daß etwas
lebt? Nein, nur um zu erklären, wie es lebt.
Brauchen wir die Zweckursachen um das Leben eines Dinges
zu erklären?
Nein, das "Leben" ist uns etwas völlig
dunkles, dem wir daher auch durch Zweckursachen kein
Licht geben können.
Nur die Formen des Lebens suchen wir uns deutlich zu
machen.
Wenn wir sagen "der Hund lebt" und jetzt fragen
"warum lebt der Hund?" so gehört das nicht
hierher. Denn hier haben wir "leben" gleich
"dasein" genommen. Die Frage "warum ist
etwas" gehört in die äußere Teleologie und liegt
ganz aus unserm Bereiche. (Kindische anthropomorph.
Beispiele auch bei Kant)
Wir können den Hund nicht mechanisch erklären; das
macht, er ist ein lebendes Wesen.
Die Form ist alles, was vom "Leben" an der
Oberfläche sichtbar erscheint.68
Die Betrachtung nach Zweckursachen ist also eine
Betrachtung nach Formen.
In der That sind wir auch genöthigt im aufschieß.
Krystal nach Zweckursachen zu fragen.
Mit andern Worten: teleologische Betrachtung und
Betrachtung der Organismen fällt nicht zusammen
sondern
teleologische Betrachtung und Betrachtung nach Formen.
Zweck und Formen sind in der Natur identisch.
——————
Wenn also die Naturforscher mein[en], ein Organismus könne aus
"Zufall" entstehen dh. nicht nach
Zweckursachen, so ist dies der Form nach zuzugeben. Es
fragt sich nur, was das "Leben" ist.
Welches Recht haben wir die Erscheinungsweise eines
Dinges zB. eines Hundes als vorexistirend zu fassen? Die
Form ist für uns etwas. Denken wir sie also Ursache, so
verleihen wir einer Erscheinung den Werth eines Dings an
sich.
"Zweckmäßig" ist nur gesagt in Bezug auf das
"Leben"
Nicht also in Bezug auf die Formen des Lebens.
Also liegt im Begriff der Zweckmäßigkeit nicht die
Anerkennung der Vernünftigkeit.
Was als "Idee der Wirkung Ursache"69 sein
soll, kann nicht das "Leben" sondern nur die
Form sein.
dh. eine Erscheinungsweise eines Dings wird als
präexistirend gedacht und als real.
Ein Ding lebt—also sind seine Theile zweckmäßig:
das Leben des Dinges ist der Zweck der Theile.
Um aber zu leben giebt es unendlich verschiedne Weisen
dh. Formen dh. Theile.
Die Zweckmäßigk. ist keine absolute, sondern eine sehr
relative: von andren Seiten gesehn, oft
Unzweckmäßigkeit.
——————
Zweckursache heißt:
die Idee des Ganzen wird als Ursache bezeichnet
dh. eine Erscheinungsform wird als real und
präexistirend bezeichnet
Der Begriff des Ganzen bezieht sich nur auf die Form,
nicht auf das "Leben."
I. Nicht "ein Leben" soll erzeugt werden, also
müssen Formen gesucht werden"
II sondern "unter folgender Form soll ein 'Leben'
erscheinen"
Es ist unmöglich den Begriff des Lebens zu fassen: also
gehört er nicht in "die Idee des Ganzen."70
——————
Über die Möglichkeit einer Entstehung der Organism aus
"Zufall" "Zwecklosigkeit. (Mechanism)
Kant giebt die Möglichk. zu, leugnet aber die
Möglichkeit einer Erkenntniß.
Die Methode der Natur ist im organischen wie
unorganischen Reiche gleich.
Wenn also die Möglichkeit des Mechanismus da ist, so
sollte doch auch die Möglichkeit der Erkenntniß da
sein.
Aber "unser Verstand ist diskursiv."71
Aber das reicht auch aus, wenn der Mechanism erklärt
ist.
Individuum ist ein unzureichender Begriff.
Was wir vom Leben sehn ist Form; wie wir sie sehn,
Individuum. Was dahinter liegt ist unerkennbar.
——————
Die Zeugung ist nicht unter die Zweckursachen
eingeschlossen: denn sie fragt: zu welchem Zwecke soll
ein Wesen werden? Dies gehört in die äußere Teleologie
dh. in ein System von Naturzwecken.72
——————
ein System von Naturzwecken hat folgende Sätze gegen
sich:
1) das Subjective des Zweckbegriffs in den Organism ist
objektiv genomm[en]
2) die Natur ist als ein[e]
Einheit gefaßt
3) und ihr eine Einheit der Mittel zugetraut
Ist ein Ding deshalb nicht zweckmäßig, weil es
mechanisch entstanden ist?
Kant behauptet dies. Warum kann der Zufall nichts
Zweckmäßiges hervorbringen?
Er hat Recht: das Zweckmäßige liegt dann nur in unsrer
Idee.
——————
Das "Leben" tritt auf mit dem Empfinden: also
als Bedingung für das "Organische" betrachten
wir das Empfinden.
"Leben" ist "bewußt dh menschenähnlich
zu existieren. Die Frage nach dem Organismus ist die:
woher das Menschenähnliche in der Natur?
Beim Mangel eines Selbstbewußtsein[s]?
——————
Wir können uns das "Leben" dh. die
empfindende, wachsende Existenz nicht anders [vor]stellen als analog
dem menschlichen. Der Mensch erkennt einiges
Menschenähnliche und Menschenfremde in der Natur und
fragt nach der Erklärung.
Ich habe beobachtet, daß man öfter auch im Schlafe
anhaltend denkt: ein zufäll. Erwachen belehrt darüber,
indem noch Fetzen des eben Gedachten im Kopfe hängen.
Verstehn wir das bewußtlose Zusamm[en]arbeiten einzelner Theile zu einem
Ganzen?
In der unorganischen Natur ZB. in dem Bau des Weltalls
ist Gesetzmäßigkeit und Zweckmäßigkeit sehr wohl zu
denken als Folge des Mechanismus
"Kant sah darin eine Planmäßige Nothwendigkeit,
das Gegentheil des Zufalls"73
K Fischer [Immanuel Kant
I] p. 130 etc
Höchst bemerkenswerthe Stelle [ebd.] p. 132 "Mich dünkt man kann
in gewissem Sinne ohne Vermessenheit sagen: gebt mir
Materie, ich will euch zeigen, wie eine Welt daraus
entstehn soll— — —etc.74
Was Hamann von Kants Optimismus (Versuch einiger
Betrachtungen über den Optimismus) sagt, gilt überhaupt
von dem Optimismus "seine Einfälle sind blinde
Jungen, die eine eilfertige Hünden geworfen— —
Er beruft sich aufs Ganze, um von der Welt zu urtheilen.
Dazu gehört aber ein Wissen, das kein Stückwerk mehr
ist. Vom Ganzen also auf die Fragmente zu schließen ist
ebenso als von dem Unbekannten auf das Bekannte"
——————
Hamanns Schr. Th. I. S. 49175
Es fällt Kant sehr schwer sich in fremde Philosophem[e] zu versetzen.: was
für einen originellen Denker sehr charakteristisch ist.
——————
Schöne Worte gegen den theolog. Standpunkt bei Geleg[en]h. der Teleologie.
"denn es ist sehr was Ungereimtes, von der Vernunft
Aufklärung zu erwarten und ihr doch vorher
vorzuschreiben, auf welche Seite sie nothwendig ausfallen
müsse"76
| Kr. der rein Vern |
| II Absch S. 62 |
| Cap. |
|
I. |
|
Begriff der Zweckmäßigkeit. (als
Existenzfähigkeit) |
| |
|
II. |
|
Organismus (der unbestimmte Lebensbegriff,
der unbestim[m]te
Individuumsbegriff. |
| |
|
III. |
|
die angebl. Unmöglichkeit einen Organismus
mechanisch zu erklären (was heißt mechanisch?) |
| |
|
IV. |
|
die erkannte Zwecklosigkeit in der Natur im
Widerspr[uch]
mit der Zweckmäßigkeit |
| |
|
|
|
|
| Cap. |
|
I. |
|
Teleologische Betrachtung ist Betrachtung
nach Formen |
| |
|
II. |
|
Formen (Individuen) sind der menschl. Organis[ation]
zugehörig und enthörig. |
| |
|
III. |
|
Lebenskraft. = |
Kant, Allgemeine Naturgeschichte und Theorie des
Himmels 1755
Der einzig mögliche Beweisgrung zu einer Demonstration
des Daseins Gottes.
Holbach Système de la nature.
Hettner II.
Moleschott Kr[reislauf]
d. Leb[ens]
Schopenhauer, Über den Willen der
Natur.
Treviranus [Über]
die Erscheinungen und Gesetze des organischen Lebens 1832
Czolbe nuee Darstellung des Sensualismus Leipz. 1855
die Grenzen und der Ursprung der menschl. Erkenntniß
Jena und Leipz. 1865.
Moleschott Kreislauf des Lebens 1862.
die Einheit des Lebens Gies[s]en
1864.
Virchow 4 Reden über Leben und Kranksein Berlin 1862.
gesamm. Abhandl. zur wissen. Med. Frankf. 1856.
Trendelenburg Logische Untersuchungen Leipz. 1862.
Überweg System der Logik
Helmhol[t]z über
die Erhaltung der Kraft Berlin 1847.
über die Wechselwirkung der Naturkräfte 1854.
Wundt [Vorlesungen]
über die Menschen- und Thierseele
Lotze Streitschriften Leipz 1857
Medicin Psychologie 1852
Trendelenburg Monatsber. der Berl. Acad. Nov. 1854
Febr. 1856.
historische Beiträge zur Philosophie 1855
Herbart analyt. Beleuchtung des Naturrechts und der
Moral.
Schelling Ideen zu einer Philosophie der Natur
Herder Ideen zur Philos. der Gesch. der Menschheit.
Bichat [Recherches
physiologiques] sur la vie et la mort zu lesen.
| Joh. Müller |
|
/ |
|
über das organ. Leben. |
| |
|
|
|
über die Physiologie der Sinne. |
Kant Kr. d. Ur[theilskraft]
1790.
Fries mathem. Naturphilos. Heidelberg 1822.
Schleiden über den Materialis. in der [neueren] Naturwissensch.
Leipz. 1863. (bei Schleiden mechan. Eklärbark. der
Organismen)
C. Rosenkranz, Schelling Vorles. Danzig 1843.
Sal. Maimon 1790 (Berl. Journal f. Aufklärung von A.
Reim Bd. VIII St. 1.)
Schelling System des trans[s]cendent.
Idealismus.
Oken die Zeugung 1805
Lehrb. der Naturphilosophie 1890 II Aufl. 1843
Carus Grundzüge der vergl. Anatomie und Physiologie
1825.
1. vgl. Brief an Paul Deussen,
Naumburg, Ende April/Anfang Mai 1868:
"Wenn Du übrigens Ende Jahres meine
Doktordissertation bekommt, so wird Dir mehreres
aufstoßen, was diesen Punkt der Erkenntnißgrenzen
erläutert. Mein Thema ist 'der Begriff des Organischen
seit Kant' halb philosophisch, halb
naturwissenschaftlich. Mein Vorarbeiten sind ziemlich
fertig."
2. [Trendelenburg
... Kant etc] s. Friedrich Ueberweg's Grundriß
der Geschichte der Philosophie 13 (Berlin:
Mittler, 1866), 122, 128, 159, 285.
[Hume] Gespräche
über natürliche Religion [Dialogues concerning
natural religion], von David Hume. Nach der 2. englischen
Ausgabe. Nebst einem Gespräch über den Atheismus von
Ernst Platner (Leipzig: Weygand 1781). Platner disclaims
responsibility for the translation in his prefatory
remarks (p. 257-8).
[Rosenkranz] Geschichte
der Kant'schen philosophie, von Karl Rosenkranz
(Leipzig: Leopold Voss, 1840).
[Fischer] entweder 1.: Kuno
Fischer's Kant's Leben und die Grundlagen seiner
Lehre: drei Vorträge (Mannheim: F. Bassermann,
1860), oder 2.: Kuno Fischer's Vorlesungen über
Geschichte der neueren Philosophie. Bd. 3-4: Immanuel
Kant: Entwicklungsgeschichte und System der kritischen
Philosophie (Mannheim: Bassermann, 1860).
3. [daß ...
denken] s. Arthur Schopenhauer's Die Welt als
Wille und Vorstellung (Leipzig: Brockhaus, 1873),
1:632: "... die Nöthigung ... sie [die
Naturkörper] uns als prämeditirt, nach Zweckbegriffen
... zu denken, ..."
4. [daß ...
hielt] s. Arthur Schopenhauer's Die Welt als
Wille und Vorstellung (Leipzig: Brockhaus, 1873),
1:631: "Wenn man die große Scheinbarkeit des
physikotheologischen Beweis bedenkt, den sogar Voltaire
für unwiderleglich hielt." s. 2:387: "...
hielt doch sogar Voltaire den physikotheologischen
Beweis für unwiderleglich."
5. [Optimismus
... in Hand] vgl. Fisher's Kant's Leben
und die Grundlagen seiner Lehre: drei Vorträge
(Mannheim: F. Bassermann, 1860) 1, 544
6. [eine ...
Macht] vgl. Schopenhauer's Die Welt als Wille
und Vorstellung (Leipzig: Brockhaus, 1873), 1:136,
180, 2:390, 393ff., 681f.; vgl. Schopenhauer's Schriften
zur Naturphilosophie und zur Ethik (Leipzig:
Brockhaus, 1874): 1. Ueber den Willen in der Natur,
39f., 48; vgl. Fisher's Kant's Leben und die
Grundlagen seiner Lehre: drei Vorträge (Mannheim: F.
Bassermann, 1860) 1, 545.
7. [Man ...
Thiere] vgl. Arthur Schopenhauer's Die Welt als
Wille und Vorstellung (Leipzig: Brockhaus, 1873),
1:192: "Ueberhaupt also giebt uns der Instinkt der
Thiere die beste Erläuterung zur übrigen Teleologie der
Natur."
8. [Schließlich
... erscheint] vgl. Friedrich Albert Lange's Geschichte
des Materialismus und Kritik seiner Bedeutung in der
Gegenwart (Iserlohn: Baedeker, 1866), 44f.
9. [Die Einfach
... Intellekt] vgl. Arthur Schopenhauer's Die
Welt als Wille und Vorstellung (Leipzig: Brockhaus,
1873), 2:418.
10. [Die
Zweckmäßigkeit ... hineingebracht] s. Arthur
Schopenhauer's Die Welt als Wille und Vorstellung
(Leipzig: Brockhaus, 1873), 1:188: "... sowohl die
Zweckmäßigkeit des Organischen, als auch die
Gesetzmäßigkeit des Unorganischen, allererst von unserm
Verstande in die Natur hineingebracht." Vgl.
Schopenhauer's Schriften zur Naturphilosophie und zur
Ethik (Leipzig: Brockhaus, 1874): 1. Ueber den
Willen in der Natur, 57.
11. [Einheit
... Erscheinungen] s. Arthur Schopenhauer's Die
Welt als Wille und Vorstellung (Leipzig: Brockhaus,
1873), 1:188: "... daher jene Einheit des Willens
sich auch in der Uebereinstimmung aller Erscheinungen
desselben zu einander zeigen muß."
12. [Alle
Theile ... ist] s. Arthur Schopenhauer's Die
Welt als Wille und Vorstellung (Leipzig: Brockhaus,
1873), 1:191: "Alle Theile der Natur kommen sich
entgegen, weil ein Wille es ist, der in ihnen
allen erscheint ..."
13. [Aber ...
Gattungen] vgl. Arthur Schopenhauer's Die Welt
als Wille und Vorstellung (Leipzig: Brockhaus, 1873),
1:192.
14. [Die ...
suchte] vgl. Arthur Schopenhauer's Die Welt als
Wille und Vorstellung (Leipzig: Brockhaus, 1873),
1:185f.
15. [Darin ...
Vernunftgrades] vgl. Arthur Schopenhauer's Die
Welt als Wille und Vorstellung (Leipzig: Brockhaus,
1873), 1:608f., 2:383, 385ff., 389.
16. [Weil ...
Theile] vgl. Arthur Schopenhauer's Die Welt als
Wille und Vorstellung (Leipzig: Brockhaus, 1873),
2:383f.
17. [Schätzung
... Produkt] s. Andreas Ludwig Kym's Die
Weltanschauungen und deren Consequenzen (Zürich:
Hoer, 1854), 16f. (s. Friedrich Ueberweg's Grundriß
der Geschichte der Philosophie 31 (Berlin:
Mittler, 1867), 296).
18. [Ordnung
... Natur] s. Friedrich Albert Lange's Geschichte
des Materialismus und Kritik seiner Bedeutung in der
Gegenwart (Iserlohn: Baedeker, 1866), 197, 198:
"Ordnung und Unordnung der Natur giebt es
nicht."
19. [Wir ...
sehen] s. Friedrich Albert Lange's Geschichte
des Materialismus und Kritik seiner Bedeutung in der
Gegenwart (Iserlohn: Baedeker, 1866),
Anführungszeich. v. Herausgeb.
20. [Viel ...
Schr] David Friedrich Strauss, Kleine Schriften
biographischen, literar- und kunstgeschichtlichen Inhalts
(Leipzig: Brockhaus, 1862), 4-8 [1-22: "Barthold
Heinrich Brockes und Hermann Samuel Reimarus"].
21. [bei ...
Zeller B. 4] Eduard Zeller, Die Philosophie der
Griechen in ihrer geschichtlichen Entwicklung. 2
Aufl. 3.Th.: Die nacharistotelische Philosophie
(Leipzig: Fues, 1865), 1:156ff.
22. ["Die
Organisation ... p. 258] Immanuel Kant's Kritik
der Urtheilskraft und Beobachtungen über das Gefühl des
Schönen und Erhabenen. Hg. von K. Rosenkranz. Lpz.
1838 (I. Kant's Sämmtl. Werke. Hg. von K.
Rosenkranz u. Fr. W. Schubert. 4. T.) S. 258: "Genau
zu reden, hat also die Organisation der Natur nichts
Analogisches mit irgend einer Kausalität, die wir
kennen."
23. ["Ein
Organismus ... p. 260] Immanuel Kant's Kritik
der Urtheilskraft und Beobachtungen über das Gefühl des
Schönen und Erhabenen. Hg. von K. Rosenkranz. Lpz.
1838 (I. Kant's Sämmtl. Werke. Hg. von K.
Rosenkranz u. Fr. W. Schubert. 4. T.) S. 260: "Ein
organisirtes Produkt der Natur ist das, in welchem alles
Zweck und wechselseitig auch Mittel ist."
24. ["Goethe
... etc.] Goethe's sämmtliche Werke in vierzig
Bänden., Bd. 36 Stuttg. u. Augsb. 1858; s. auch
Lange, Gesch. d. Mat.1 406
25. ["Sehr
wichtig ... Satze] Goethe's sämmtliche Werke
in vierzig Bänden., Bd. 40 Stuttg. u. Augsb. 1858 S.
425f. Bedenken und Ergenung. Nietzsche dürfte
aber eher ebd. 423-425: Anschauende Urtheilskraft.
gemeint haben.
26. ["Was
... Mechanismus] Kuno Fischer's Vorlesungen
über Geschichte der neueren Philosophie. Bd. 4: Immanuel
Kant: Entwicklungsgeschichte und System der kritischen
Philosophie (Mannheim: Bassermann, 1860), 554.
27. ["Was
... Einsicht] Kuno Fischer's Vorlesungen über
Geschichte der neueren Philosophie. Bd. 4: Immanuel
Kant: Entwicklungsgeschichte und System der kritischen
Philosophie (Mannheim: Bassermann, 1860), 554:
"Was in der Natur nicht bloß mechanisch verfaßt
ist oder bewirkt wird, das ist kein Verstandesobject,
keine exakte naturwissenschaftliche Einsicht"
28. ["Die
... erklären] Kuno Fischer's Vorlesungen über
Geschichte der neueren Philosophie. Bd. 4: Immanuel
Kant: Entwicklungsgeschichte und System der kritischen
Philosophie (Mannheim: Bassermann, 1860), 555 --
Anführungszeich. v. Herausgeb.
29. ["Nichts
... Ursache] Kuno Fischer's Vorlesungen über
Geschichte der neueren Philosophie. Bd. 4: Immanuel
Kant: Entwicklungsgeschichte und System der kritischen
Philosophie (Mannheim: Bassermann, 1860), 555:
"... Nichts in der Natur ohne Ursache ..."
30. ["Eine
Betrachtungsweise ... natürliche
Zweckmäßigkeit."] Kuno Fischer's Vorlesungen
über Geschichte der neueren Philosophie. Bd. 4: Immanuel
Kant: Entwicklungsgeschichte und System der kritischen
Philosophie (Mannheim: Bassermann, 1860), 556 --
Anführungszeich. v. Herausgeb.
31. ["Durch
... werden."] Kuno Fischer's Vorlesungen
über Geschichte der neueren Philosophie. Bd. 4: Immanuel
Kant: Entwicklungsgeschichte und System der kritischen
Philosophie (Mannheim: Bassermann, 1860), 557:
"Schon in der Vorrede zur 'Naturgeschichte des
Himmels' hatte es Kant ausgesprochen, daß man durch die
Begriffe der mechanischen Gesetzmäßigkeit die Welt im
Großen, den Weltbau, aber keinen der organisirten
Naturkörper, keine Raupe, dein Draut zu erklären
vermöge."
32. ["Es
is unmöglich, ... übereinstimmt."] Kuno
Fischer's Vorlesungen über Geschichte der neueren
Philosophie. Bd. 4: Immanuel Kant:
Entwicklungsgeschichte und System der kritischen
Philosophie (Mannheim: Bassermann, 1860), 559 --
Anführungszeich. v. Herausgeb.
33. ["entweder
... Dings"] Kuno Fischer's Vorlesungen
über Geschichte der neueren Philosophie. Bd. 4: Immanuel
Kant: Entwicklungsgeschichte und System der kritischen
Philosophie (Mannheim: Bassermann, 1860), 559f. --
Anführungszeich. v. Herausgeb.
34. [Im ...
Form] s. Kuno Fischer's Vorlesungen über
Geschichte der neueren Philosophie. Bd. 4: Immanuel
Kant: Entwicklungsgeschichte und System der kritischen
Philosophie (Mannheim: Bassermann, 1860), 560.
35. ["in
... Intellegenz] Kuno Fischer's Vorlesungen
über Geschichte der neueren Philosophie. Bd. 4: Immanuel
Kant: Entwicklungsgeschichte und System der kritischen
Philosophie (Mannheim: Bassermann, 1860), 561:
"daß in der bloßen Betrachtung des Objects
Einbildungskraft und Intellegenz harmoniren."
36. ["nur
... erkennbar"] Kuno Fischer's Vorlesungen
über Geschichte der neueren Philosophie. Bd. 4: Immanuel
Kant: Entwicklungsgeschichte und System der kritischen
Philosophie (Mannheim: Bassermann, 1860), 647 --
Anführungszeich. v. Herausgeb.
37. [Die
mechanische ... macht.] vgl. Kuno Fischer's Vorlesungen
über Geschichte der neueren Philosophie. Bd. 4: Immanuel
Kant: Entwicklungsgeschichte und System der kritischen
Philosophie (Mannheim: Bassermann, 1860), 648.
38. [Vom
Standp. ... Mechanismus] vgl. Kuno Fischer's Vorlesungen
über Geschichte der neueren Philosophie. Bd. 4: Immanuel
Kant: Entwicklungsgeschichte und System der kritischen
Philosophie (Mannheim: Bassermann, 1860), 640ff, 642,
649.
39. [organisirende
... Zwecken —] vgl. Kuno Fischer's Vorlesungen
über Geschichte der neueren Philosophie. Bd. 4: Immanuel
Kant: Entwicklungsgeschichte und System der kritischen
Philosophie (Mannheim: Bassermann, 1860), 638f.
40. [Casualismus]
vgl. Kuno Fischer's Vorlesungen über Geschichte der
neueren Philosophie. Bd. 4: Immanuel Kant:
Entwicklungsgeschichte und System der kritischen
Philosophie (Mannheim: Bassermann, 1860), 651.
41. [da es
nämlich ... giebt.] vgl. Kuno Fischer's Vorlesungen
über Geschichte der neueren Philosophie. Bd. 4: Immanuel
Kant: Entwicklungsgeschichte und System der kritischen
Philosophie (Mannheim: Bassermann, 1860), 639f.
42. [Das ...
Möglichen:] s. Friedrich Albert Lange's Geschichte
des Materialismus und Kritik seiner Bedeutung in der
Gegenwart (Iserlohn: Baedeker, 1866), 45.
43. ["Die
Idee ... erzeugenden Wirkung."] Kuno
Fischer's Vorlesungen über Geschichte der neueren
Philosophie. Bd. 4: Immanuel Kant:
Entwicklungsgeschichte und System der kritischen
Philosophie (Mannheim: Bassermann, 1860), 637 --
Anführungszeich. v. Herausgeb.
44. ["die
... Erstaunen."] Arthur Schopenhauer's Die
Welt als Wille und Vorstellung (Leipzig: Brockhaus,
1873), 2:374: "... so setzt diese rasende
Verschwendung uns in Erstaunen."
45. ["der
... Mühe;"] Arthur Schopenhauer's Die
Welt als Wille und Vorstellung (Leipzig: Brockhaus,
1873), 2:374: "Der Natur hingegen kosten ihre Werke
... gar keine Mühe; ..."
46. ["Der
... finalis.)"] Arthur Schopenhauer's Die
Welt als Wille und Vorstellung (Leipzig: Brockhaus,
1873), 2:378: "... immer bleibt hier eingeständlich
der Wille das Bewegende, und was ihn
bewegt, ist das von außen kommende Motiv, also
die causa finalis; ..."
47. [Goethes
Versuche:] vgl. Kuno Fischer's Vorlesungen
über Geschichte der neueren Philosophie. Bd. 4: Immanuel
Kant: Entwicklungsgeschichte und System der kritischen
Philosophie (Mannheim: Bassermann, 1860), 659.
48. ["Nur
... kann."] vgl. Kuno Fischer's Vorlesungen
über Geschichte der neueren Philosophie. Bd. 4: Immanuel
Kant: Entwicklungsgeschichte und System der kritischen
Philosophie (Mannheim: Bassermann, 1860), 643 --
Anführungszeich. v. Herausgeb.
49. ["die
... Zweck."] Kuno Fischer's Vorlesungen
über Geschichte der neueren Philosophie. Bd. 4: Immanuel
Kant: Entwicklungsgeschichte und System der kritischen
Philosophie (Mannheim: Bassermann, 1860), 655:
"Die Vorstellung des Ganzen als Ursache gedacht ist
nichts Anderes als der Begriff des Zwecks."
50. ["Möglich,
daß ... können"] Kuno Fischer's Vorlesungen
über Geschichte der neueren Philosophie. Bd. 4: Immanuel
Kant: Entwicklungsgeschichte und System der kritischen
Philosophie (Mannheim: Bassermann, 1860), 654:
"Möglich, daß auch sie [die
organisierten Naturkörper] rein mechanisch
entstanden sind. Unmöglich aber, daß wir sie jemals aus
mechanischen Entstehungsgründen ableiten können." ["Möglich, daß ...
Intuition."] vgl. auch Friedrich Ueberweg's Grundriß
der Geschichte der Philosophie 13 (Berlin:
Mittler, 1866), 182.
51. [Der ...
intuitiv.] s. Kuno Fischer's Vorlesungen über
Geschichte der neueren Philosophie. Bd. 4: Immanuel
Kant: Entwicklungsgeschichte und System der kritischen
Philosophie (Mannheim: Bassermann, 1860), 654f.
52. ["er
kann ... bedingt."] s. Kuno Fischer's Vorlesungen
über Geschichte der neueren Philosophie. Bd. 4: Immanuel
Kant: Entwicklungsgeschichte und System der kritischen
Philosophie (Mannheim: Bassermann, 1860), 654 --
Anführungszeich. v. Herausgeb.
53. ["Nun
... Zweck"] s. Kuno Fischer's Vorlesungen
über Geschichte der neueren Philosophie. Bd. 4: Immanuel
Kant: Entwicklungsgeschichte und System der kritischen
Philosophie (Mannheim: Bassermann, 1860), 655:
"Er [der Verstand] muß, um dem Objecte gleich zu
kommen, von dem Ganzen ausgehen als der wirkenden Ursache
der Theile und ihrer Ordnung. In der Anschauung ist ihm
das Ganze nicht gegeben, also kann er nicht von dem
angeschauten oder realen Ganzen ausgehen, sondern nur von
der Vorstellung oder der Idee des Ganzen. Er muß die Vorstellung
des Ganzen als die ursache ansehen, welche die Theile zu
eben dieser Erscheinung zusammenfügt. Mit anderen
Worten: er muß die Ursache zu dieser Erscheinung durch
die Idee der Wirkung bestimmt denken. Die Vorstellung des
Ganzen als Ursache gedacht ist nichts Anderes als der
Begriff des Zwecks."
54. ["Soll
... ableiten."] Kuno Fischer's Vorlesungen
über Geschichte der neueren Philosophie. Bd. 4: Immanuel
Kant: Entwicklungsgeschichte und System der kritischen
Philosophie (Mannheim: Bassermann, 1860), 656:
"Soll dieser Verstand das wirkliche Ganze aus den
gegebenen Theilen begreifen, so verfährt er mechanisch.
Soll er die gegebenen Theile aus dem Ganzen begreifen, so
kann er sie nur aus dem Begriffe oder die Idee des
Ganzen ableiten, so ist er genöthigt, teleologisch
zu verfahren."
55. [Kurz ...
Intuition.] s. Kuno Fischer's Vorlesungen über
Geschichte der neueren Philosophie. Bd. 4: Immanuel
Kant: Entwicklungsgeschichte und System der kritischen
Philosophie (Mannheim: Bassermann, 1860), 655.
56. [Im
Organismus ... Theile.] vgl. Kuno Fischer's Vorlesungen
über Geschichte der neueren Philosophie. Bd. 4: Immanuel
Kant: Entwicklungsgeschichte und System der kritischen
Philosophie (Mannheim: Bassermann, 1860), 637f.
57. [Die ...
unerwiesen.] vgl. Kuno Fischer's Vorlesungen
über Geschichte der neueren Philosophie. Bd. 4: Immanuel
Kant: Entwicklungsgeschichte und System der kritischen
Philosophie (Mannheim: Bassermann, 1860), 658; vgl.
Friedrich Albert Lange's Geschichte des Materialismus
und Kritik seiner Bedeutung in der Gegenwart
(Iserlohn: Baedeker, 1866), 392ff.
58. ["Was
... Verstandesobjekt."] Kuno Fischer's Vorlesungen
über Geschichte der neueren Philosophie. Bd. 4: Immanuel
Kant: Entwicklungsgeschichte und System der kritischen
Philosophie (Mannheim: Bassermann, 1860), 554 --
Anführungszeich. v. Herausgeb.
59. ["Mechanisch
... erklären"] Kuno Fischer's Vorlesungen
über Geschichte der neueren Philosophie. Bd. 4: Immanuel
Kant: Entwicklungsgeschichte und System der kritischen
Philosophie (Mannheim: Bassermann, 1860), 554.
60. ["Nur
... kann."] Kuno Fischer's Vorlesungen
über Geschichte der neueren Philosophie. Bd. 4: Immanuel
Kant: Entwicklungsgeschichte und System der kritischen
Philosophie (Mannheim: Bassermann, 1860), 643.
61. ["Ein
... ist."] Immanuel Kant's Kritik der
Urtheilskraft und Beobachtungen über das Gefühl des
Schönen und Erhabenen. Hg. von K. Rosenkranz. Lpz.
1838 (I. Kant's Sämmtl. Werke. Hg. von K.
Rosenkranz u. Fr. W. Schubert. 4. T.), 253.
62. ["Es
... halten"] Immanuel Kant's Kritik der
Urtheilskraft und Beobachtungen über das Gefühl des
Schönen und Erhabenen. Hg. von K. Rosenkranz. Lpz.
1838 (I. Kant's Sämmtl. Werke. Hg. von K.
Rosenkranz u. Fr. W. Schubert. 4. T.), 262: "Ein
Ding seiner innern Form halber als Naturzweck
beurtheilen, ist ganz etwas anderes, als die Existenz
dieses Dinges für Zweck der Natur halten."
63. [Der
Begriff ... Zweck."] s. Immanuel Kant's
Kritik der Urtheilskraft und Beobachtungen über das
Gefühl des Schönen und Erhabenen. Hg. von K.
Rosenkranz. Lpz. 1838 (I. Kant's Sämmtl. Werke.
Hg. von K. Rosenkranz u. Fr. W. Schubert. 4. T.), 263:
"Es ist also nur die Materie, so ferne sie
organisirt ist, welche den Begriff von ihr als einem
Naturzwecke nothwendig bei sich fürht, ..."
64. ["durch
... erwarten."] Immanuel Kant's Kritik der
Urtheilskraft und Beobachtungen über das Gefühl des
Schönen und Erhabenen. Hg. von K. Rosenkranz. Lpz.
1838 (I. Kant's Sämmtl. Werke. Hg. von K.
Rosenkranz u. Fr. W. Schubert. 4. T.), 263.
65. ["Aus
... Cicero"] bezieht sich wohl auf Cicero de
natura deorum 2, 93: "Hoc qui esistimat fieri
potuisse, non intelligo, cur non idem putet, si
innumerabiles unius et viginti formae litterarum vel
aureae vel qualeslibet aliquo coniiciantur, posse ex his
in terram excussis annales Ennii, ut deinceps legi
possint, effici." s. Friedrich Ueberweg's Grundriß
der Geschichte der Philosophie 31 (Berlin:
Mittler, 1867), 222 und aus Nietzsches nachgelassener
Bibliothek: M. T. Cicero's Werke. 13. Bdchen. Drei
Bücher über das Wesen der Gottheit, übers. von
Georg Heinrich Moser. 2. Bdchen., Stuttg. 1829
(zusammengebunden mit: M. T. Cicero's Werke. 14.
Bdch. Drei Bücher vom Redner, übers. von Julius
Friedrich Karl Dilthey. 1., 2., und 3. Bdch., Stuttgart
1829-1833), 1602f.; und zuletzt: A. Trendelenburg, Logische
Untersuchungen (Leipzig: 1862) 2, 64.
66. ["Was
... ist"] Kuno Fischer's Vorlesungen über
Geschichte der neueren Philosophie. Bd. 4: Immanuel
Kant: Entwicklungsgeschichte und System der kritischen
Philosophie (Mannheim: Bassermann, 1860), 637:
"Die Vorstellung oder Idee der Wirkung ist die
Ursache."
67. ["Die
... Ursache"] Kuno Fischer's Vorlesungen
über Geschichte der neueren Philosophie. Bd. 4: Immanuel
Kant: Entwicklungsgeschichte und System der kritischen
Philosophie (Mannheim: Bassermann, 1860), 637:
"Die Vorstellung oder Idee der Wirkung ist die
Ursache."
68.[Die ...
erscheint.] s. Friedrich Albert Lange's Geschichte
des Materialismus und Kritik seiner Bedeutung in der
Gegenwart (Iserlohn: Baedeker, 1866), 407.
69. ["Idee
... Ursache"] Kuno Fischer's Vorlesungen
über Geschichte der neueren Philosophie. Bd. 4: Immanuel
Kant: Entwicklungsgeschichte und System der kritischen
Philosophie (Mannheim: Bassermann, 1860), 637:
"Die Vorstellung oder Idee der Wirkung ist die
Ursache."
70. ["die
Idee des Ganzen"] Kuno Fischer's Vorlesungen
über Geschichte der neueren Philosophie. Bd. 4: Immanuel
Kant: Entwicklungsgeschichte und System der kritischen
Philosophie (Mannheim: Bassermann, 1860), 637 --
Anführungszeich. v. Herausgeb.
71. ["unser
Verstand ist diskursiv."] Kuno Fischer's Vorlesungen
über Geschichte der neueren Philosophie. Bd. 4: Immanuel
Kant: Entwicklungsgeschichte und System der kritischen
Philosophie (Mannheim: Bassermann, 1860), 654 --
Anführungszeich. v. Herausgeb.
72. [ein System
von Naturzwecken] s. Immanuel Kant's Kritik der
Urtheilskraft und Beobachtungen über das Gefühl des
Schönen und Erhabenen. Hg. von K. Rosenkranz. Lpz.
1838 (I. Kant's Sämmtl. Werke. Hg. von K.
Rosenkranz u. Fr. W. Schubert. 4. T.), §66.
73. ["Kant
... Zufalls"] Kuno Fischer's Vorlesungen
über Geschichte der neueren Philosophie. Bd. 3: Immanuel
Kant: Entwicklungsgeschichte und System der kritischen
Philosophie (Mannheim: Bassermann, 1860), 130:
"Kant dagegen erblickt in dieser Ordnung eine Planmäßige
Nothwendigkeit, also das Gegentheil des Zufalles;
..."
74. ["Mich
... etc.] s. Kuno Fischer's Vorlesungen über
Geschichte der neueren Philosophie. Bd. 3: Immanuel
Kant: Entwicklungsgeschichte und System der kritischen
Philosophie (Mannheim: Bassermann, 1860), 132:
"Mich dünkt, man könne in gewissem Verstande ohne
Vermessenheit sagen: gebt mir Materie, ich will eine Welt
daraus bauen! [...] Ist man
im Stande zu sagen: gebt mir Materie, ich will euch
zeigen, wie eine Raupe erzeugt werden können?"
75. [Was Hamann
... 491] s. Kuno Fischer's Vorlesungen über
Geschichte der neueren Philosophie. Bd. 3: Immanuel
Kant: Entwicklungsgeschichte und System der kritischen
Philosophie (Mannheim: Bassermann, 1860), 142ff.
["seine ... Bekannte"]
aus einem Briefe Hamann's an J. G. Lindner, vom
12.10.1759.
["Hamanns ... 491]
s. Hamann's Schriften. Hg. von Fr. Roth. 1. Theil.
Berlin 1821.
76. ["denn
... müsse"] Immanuel Kant's Kritik der
Urtheilskraft und Beobachtungen über das Gefühl des
Schönen und Erhabenen. Hg. von K. Rosenkranz. Lpz.
1838 (I. Kant's Sämmtl. Werke. Hg. von K.
Rosenkranz u. Fr. W. Schubert. 4. T.), 577 --
Anführungszeich. v. Herausgeb.
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